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Praxisbeispiele Design

Ideenfundgrube

  • Aus alt mach neu. Aus Fundstücken in der Spielzeugkiste, beschädigten oder alten Gegenständen, Fundstücken neue brauchbare Gebrauchsgegenstände entwerfen: Lampenschirme, Schüsseln, Buchstützen usw. Die Recyclingideen berühmter Designer können dazu Anregungen geben. Man kann die Altmaterialien auch einschränken, z. B. auf Papier, Karton, Papierverpackungen oder nur Tetrapacks. Das erleichtert die Bereitstellung des für die Bearbeitung notwendigen Werkzeugs.
  • Eine Keramikwerkstatt besuchen und danach große Übertöpfe für die Schule (Pausenhof oder Aula) bemalen. Thema in der Töpferwerkstatt könnte der Material und Herstellung sein, ebenso aber auch welche Schalenform für welchen Gebrauch empfehlenswert ist, welche Form - und Dekortraditionen es gibt. Tönerne übertöpfe oder einfarbige sind im Fachhandel aber auch in Supermärkten in allen größen und Preislagen erhältlich. Man kann Vorbilder aus der griechischen Antike nutzen oder sich selbst Themen suchen für eine Gestaltung wie zum Beispiel Blumen, Baumformen, Tiere, Stadt, Fahrzeuge usw.
  • Das Geschirr der Mensa fotografisch inszenieren. Tipps dafür könnte ein/e Fotograf/in geben. da die Fotos nicht auf großformatige Werbepublikationen veröffetnlicht werden sollen, braucht man keine Profiausrüstung. Wichtig sind ein weißes oder schwarzes tuch oder Kartons und Requisiten um das Geschirr zu inszenieren. Die Fotos eignen sich toll für eine Ausstellung in der Schulmensa. Man kann ergänzend recherchieren, welche Firma das Geschirr hergestellt hat, welche berühmten Designvorbilder es vielleicht gibt, oder vom Mensageschirr der HFG und dessen Besonderheiten hören.
  • Im Heimatmuseum alte Möbel entdecken und später bei einem Schreiner Technik bzw. Herstellung live erleben. Im Anschluss können Möbel aus Streichhölzern, Schaschlikstäbchen mit Kleber und Faden gebastelt oder aus Papier bzw. Karton entworfen werden. Vielleicht können die Modelle als Miniausstellung im Heimatmuseum für ein zwei Wochen ausgestellt werden. In diesem Fall sollte jeder noch ein kleines Museumschildchen mitgestalten zum Gebrauch des Möbels, Herstellungshinweise, Material und so weiter.
  • Kleider machen Leute. Je nach Ort besuchen die Schüler am städtischen Theater die Kostümabteilung oder die Kleiderkammer des historischen Stadtfestes. Sie lernen handwerkliche Finessen der Kleiderkunst kennen und erfahren etwas über die Entwicklung der Kultur des Sich-Kleidens. Oder aber sie erhalten Einblick in die Planung und Herstellung der Kostüme für ein Bühnenstück. Je nach Möglichkeit leihen sie Kostüme und Kostümteile für eine schulische Modenschau (mit oder ohne Motto) aus mit Musik und Ausstattung. Reizvoll könnte auch ein Mischen eigener und geliehener Stücke sein.
  • Besuch bei Hutmacher/in(Modistin) oder im lokalen Hutgeschäft, Skizzen welche Hüte hat man sah, Gespräch welche Aspekte man gestalten kann, dann Herstellen eigener Hutmodelle aus Papier/Pappmache.
  • Besteckserie (unterschiedliche Messer, Schöpflöffel, Zangen …) aus Kupferblech, Draht, Glanzpapier, Alufolie gestalten und in selbst gebauten Besteckkästen präsentieren, vielleicht in Zusammenarbeit mit lokalem Geschäft oder einem Museum.

Spannend und etwas umfangreicher

  • Taschenausstellung mit Taschen dazu entweder selbst nähen oder aus Papier kleben, falten, reißen, heften. In Originalgröße und benutzbar oder in Miniaturgröße als Modell. für die Ausstellung können außerdem Plakate zu Taschenentwürfen bekannter Designer (Name, Entstehungszeit, Merkmale oder Besonderheiten) oder zu den eigenen Entwürfen gestaltet werden. Vielleicht ergänzt das Heimatmuseum diese Ausstellung um Fotografien und kurze Texte zu historischer Taschen zu Trachten der Region etc.
  • Geschirrausstellung selbst gestalten, jeder bringt ein altes Geschirrteil mit, weitere Geschirrteile werden zeichnerisch ergänzt, alles gemeinsam dann als historischer Rückblick mit Texten zu Entstehungszeit, Herkunft, Material etc. in der präsentiert.
  • Vortag oder Ausstellung zur Tracht in der Region verfassen und in der Heimatzeitung publizieren. Eine Einführung in das Thema könnten  textilkundige Personen seitens des Heimatmuseums oder z B. Beauftragte im Regierungsbezirk geben. Zusätzliche Informationen gibt es vielleicht im Internet oder über Kataloge (vorher in Rücksprache mit Sachverständigen am besten über Fernleihe an die Schule bestellen).
  • Kochbuch typografisch gestalten. Thema festlegen, Umfang festlegen und Rezepte sammeln. Sich beim Buch ganz auf das Thema Typografie stürzen und für eine vorher festgelegte Zielgruppe zu gestalten. Soll eine Printfassung entstehen oder ein online Format, eine Blattsammlung als Beilage für jede Ausgabe der Schülerzeitung? Andere Möglichkeit.

Buchcover entwerfen


Ein Schaufenster in der Stadt gestalten nach inhaltlichen Vorgaben (z. B. eines großen Kaufhauses, eines Buchladens, eines Kleidergeschäftes...). Zuvor Gespräch mit dem normalerweise dafür zuständigen Dekorateur führen, Einblicke in dessen Berufswelt gewinnen und sich von ihm wichtige Hinweise geben lassen. Entwürfe zu gegebenen Thema entwickeln, dafür Material, Requisiten etc. besorgen. Dann am Kulturtag Schaufenster dekorieren (auf Beleuchtung und Fernwirkung beachten), kurz Feedback bzw. kleinere Tipps einholen, Verbesserungen vornehmen und Enthüllung feiern.

Eigene Mode kreieren aus alter Kleidung oder Abfallmaterialien recyceln. Ein externer Partner kann vielleicht Materialreste dafür zur Verfügung stellen (Papier, Drahtgewebe, Stoffe ...). Wann ist etwas eine Kollektion? Welche Farben oder Stoffe kann man kombinieren? Vielleicht hilft bei Fragen ein/e Schneidermeister/in weiter, ein/e Fachverkäufer/in oder die/der Besitzer/in einer Boutique. Ansprechpartner findet man auch vielleicht bei Heimatmuseen oder Fachberatern zur Trachtenpflege in den Regierungsbezirken. Mit den so gestalteten Modeentwürfen kann eine Modenschau oder Ausstellung inszeniert werden mit Musik und Gästen: Im Rathauskeller, im Modehaus am Marktplatz oder in der Fabrikkantine des Strumpfherstellers ein paar Straßen weiter.

Spielzeug, Spiele oder Spielfiguren entwerfen für Kinder oder Jugendliche, hier gibt es eine große Tradition: Vom Bauhaus über Reformspielzeug bis zu Spielsachen aus Abfallresten und vom Schaukeltier bis zu Spielfiguren für ein Brettspiel. Phantasie und handwerkliches Können sind gefragt. Wenn wenig Werkzeug zur Verfügung steht, kann eine kluge Materialeingrenzung dies auffangen: Ton, lufttrocknender Knete, Holz, Papier oder Pappmaché. Oder man gestaltet diese oder selbst erfundene Spiele oder Spielfiguren für die Pausen in der Schule, eine Spielekiste usw.